Fotografen in der Geschichte der Kunst
Was ist Kunstgeschichte eigentlich? Die Kunstgeschichte ist die Wissenschaft (daher auch ‘Kunstwissenschaft’ genannt) der bildenden Künste. Sie berichtet, untersucht und beschreibt sowohl die kulturelle Funktion in ihrer historischen Entwicklung und auch in künstlerisch wertvollen Gegebenheiten. Hierünter fällt auch die Fotografie.
Im Bereich Fotografie ist die Kunstgeschichte vor Allem auch durch Fotografen geprägt, die herausragende Leistungen hervorgebracht haben, darunter zB. Edward S. Curtis, der 30 Jahre lang damit verbracht hat, die Sitten und die Kultur der Indianer zu dokumentieren und bereits vor dem Jahre 1900 erste fotografische Aufnahmen von Indianern machte - mit einer eigenhändig zusammengebauten Kamera. Hierunter fällt auch der im Jahre 1984 verstorbene Ansel Adams, der mit seinen herausragenden Landschaftsfotos von Westen der Vereinigten Staaten sehr viel Einfluss auf die ihm nachfolgenden Fotografen hatte, die seinen Stil nicht direkt übernahmen, allerdings mit großer Anlehnung an seinen Stil Landschaften fotografierten.
Doch nicht nur amerikanische Fotografen legten die großen bausteine für die Fotografie und beeinflussten die Kunstwissenschaft: Dass auch die deutschen Fotografen ‘was auf dem Kasten’ haben bewiesen Fotografen wie Walter E. Lautenbacher (verstorben am 10.08.2000 in Leonberg bei Stuttgart). Er war einer der bedeutendsten Fotodesigner der Bundesrepublik und einer der namhaftesten Modefotografen. Zudem hat er den Berufsverband für freischaffende, professionelle Fotografen in Deutschland (BFF) gegründet, da heute zu den renommiertesten photographischen Organisationen der Europas gilt.
Wertvolle Beiträge zur Kunstgeschichte
Nicht zuletzt deswegen, weil man dieser Organisation nicht ‘einfach so’ beitreten kann: Die Mitglieder werden sorgfältig durch die interne Jury auserwählt, um ein extrem hohes fotografisches Niveau sicher zu stellen. Viele der ca. 500 Mitglieder sind international bekannt und wurden mehrfach ausgezeichnet. Eine noch lebende Legende, die ebenfalls grossen Einfluss auf die Kunstgeschichte der Fotografie hat, ist der deutsche Fotograf Gerhard Vormwald, deren Werke bereits bei zahlreichen Ausstellungen veröffentlicht wurden.
Mit jedem einzelnen dieser Fotografen ist eine besondere Zeit, Auffassung und Stil der Fotografie gekoppelt, die die Geschichte der Fotografie im wahrsten Sinne des Wortes gezeichnet hat und viel Einfluss auf die heutzutage aktiven Fotografen hat.
Fotografen der Geschichte
Einige organisieren sich in Künstlergruppen wie etwa die bekannte Group f/64 (in den USA um 1932 gegründet u.A. von Ansel Adams, Sonya Noskowiak, Henry Swift und Edward Weston, der mit Schwarzweiß-Fotografien großen Einfluss auf die Fotografie hatte und immer noch hat), die anderen arbeiten dagegen bevorzugt eher alleine.
Im meisten Fall sind namhafte Fotografen in Ihrem Beruf (mit dem sie sich Ihren Lebensunterhalt verdienen) eher unauffällig und treten erst mit ihren freien Arbeiten zB. durch öffentliche Auszeichnungen in die Öffentlichkeit. Meist werden diese Fotografen durch völlig andere Bereiche der Fotografie bekannt, als sie in ihrer tagtäglichen Arbeit zu tun haben.
Weitere bedeutende Fotografen sind zum Beispiel u.A. (queer durch die Zeitgeschichte) Hans Aarsman, Ilse Haider, Martin Parr, Friedel Ammann, Sid Avery, Helmut Newton, Reinhart Wolf, Carl Bellingrodt, Thomas De Monaco, Louis Daguerre, Raymond Depardon, Jürgen Teller, Linda McCartney, Andreas Feininger, Horst Faas, Angela fensch und viele viele andere.
All diese Fotografen haben Ihren Beitrag zur Kunstgeschichte der Fotografie geleistet und mit ihren herausragenden leistungen grossen Einfluss auf die heutige Fotografie.
